Umsetzung

Naturnahe Uferstrukturen und effiziente Dammsanierung bzw. Dammerhöhung in einem Arbeitsgang.

Im Rahmen des für drei Jahre anberaumten LIFE-Projektes wurden zwei Versuchsstrecken aufgebaut, um die Öko-Berme umfassend zu testen und die Effekte des Eingriffs zu evaluieren. Als Testfelder dienen dabei die Standorte Kraftwerk (KW) Offingen/ Donau sowie KW Oberelchingen. Bei erstgenanntem wurde dazu eine Öko-Berme auf einer Strecke von 500 Metern eingebaut, um einerseits den Damm zu sanieren, und andererseits eine Verbesserung der ökologischen Situation zu erzielen. Bei der Versuchsstrecke am KW Oberelchingen wurde zudem eine Erhöhung des Dammes vorgenommen.

 

Oberelchingen KW LuftbildFolie1     Folie1

Abb. 1 mitte: Stauraum am KW Oberelchingen mit bestehendem Damm (links), rechts: Probestrecke der Öko-Berme am KW Offingen

Die Öko-Berme wurde bereits vor Projektbeginn an drei kleinen Versuchsfeldern, mit einer Länge von jeweils 30 Metern, an der Oberen Donau (bei der Staustufe KW Günzburg) getestet. Bereits diese Tests verliefen erfolgversprechend und zeigten eine sichtbare Aufwertung des Stauraums als Naherholungsgebiet und eine ökologische Verbesserung durch Schaffung neuer Habitate für Tiere und Pflanzen.

Um die ökologische Verbesserung auch an den beiden neuen Teststrecken zu realisieren, wurden jeweils in kleinen Unterbereichen verschiedene ökologische Strukturen eingearbeitet. Die infrastrukturellen Maßnahmen, wie sie hier bereits erläutert wurden, bleiben dabei immer gleich. In den Unterbereichen wurden durch unterschiedliches Substrat die Lebensräume strukturiert. Im Detail bedeutet das, dass beispielsweise in einem Bereich Kies und in einem weiteren gröbere Schroppen verbaut wurden. Erwartungsgemäß wurden die verschiedenen Habitate unterschiedlich besiedelt. In einem nächsten Schritt wurden weitere bauliche Maßnahmen, z.B. in Form von Totholz oder Leitbuhnen, eingebaut.