Ergebnisse

Bis auf kleine Verzögerungen verlief die Projektdurchführung reibungslos und die ursprünglichen Ansätze der drei Teststrecken konnten in´m Zuge des INADAR-Projektes sogar noch verbessert werden. Einer dieser Fortschritte war, dass es möglich war die Öko-Bermen auch auf Sedimenten umzusetzen unter der Verwendung von Geogittern.

Auch bei den zuständigen Behörden konnte INADAR viel positiven Zuspruch gewinnen, auch wenn der Ansatz hinsichtlich der aktuellen Genehmigungsverfahren zeitaufwendig und komplex ist.

Zwar konnte das Problem durch eine Art „Workaround“ gelöst werden, bei dem die Genehmigung für den Bau der Öko-Berme von dem Bau der Dammerhöhung getrennt wurde, generell bleibt die Vereinfachung des Genehmigungsprozesses jedoch ein Ziel für die Zukunft.

Bei der Konstruktion der Öko-Bermen sind keinerlei größeren Probleme aufgetreten und es ließ sich erkennen, dass nach erstem Sammeln an Erfahrungen die Effizienz und Geschwindigkeit der Umsetzung signifikant verbessert werden konnte. Erwartet wird überdies, dass in der Zukunft die Kosten des Einbaus durch die Effizienzsteigerung weiter gemindert werden können.

Zudem gibt es keinerlei Anzeichen dafür, dass die Dammstabilität zukünftig Probleme darstellen könnte. Die regionale Flora und Fauna besiedelt Schritt für Schritt den neuen Lebensraum und es kann festgestellt werden, dass die ökologischen Ziele des Projektes umfassend erreicht wurden.

Das Projekt erhielt in der Vergangenheit viel Aufmerksamkeit von verschiedensten Zielgruppen. Auch die Veranstaltungen in der Region waren ein voller Erfolg und vermittelten ein reges Besucherinteresse. In der regionalen Presse wurde regelmäßig über das Projekt berichtet und es war möglich ein umfassendes Netzwerk zu Vertretern ähnlicher Projekte auf verschiedensten Ebenen, die von regional bis europaweit reichen, zu schaffen.

 

Ökologie

  • Mindestens 2 ha wertvolle Lebensräume für Fauna und Flora
  • Die Zahl der Fischarten stieg von 8 auf 17 und die Anzahl der einzelnen Fische stieg um den Faktor 8 in Offingen
  • 3 gefährdete Arten wurden bereits in den neuen Lebensräumen wiedergefunden
  • Die Zahl der Pflanzenarten nahm um etwa 25 zu, einschließlich einiger gefährdeter Arte
  • Es gab keine Auswirkungen auf die bestehenden Auenwälder – 4.000 m2 wurden eingespart

 

Soziale Aspekte

  • Alle Beteiligten unterstützen den Ansatz –
  • Win-Win-Situation für alle beteiligten Parteien
  • Verbesserte Zugänglichkeit und Qualität des Flusses für Freizeitaktivitäten

 

Technik und Wirtschaft

  • Die Öko-Bermen wurden erfolgreich umgesetzt bei einer Gesamtlänge von 1 km
  • Staudammsanierung / Erhöhung und Umsetzung des “guten ökologischen Potentials” wurden in einem Arbeitsschritt vollzogen
  • Die Öko-Bermen sind nachweislich sicher in ihrer Dammstabilität und im Hochwasserschutzes
  • Deutlich niedrigere Baukosten im Vergleich zum traditionellen Ansatz

 

Klima

  • CO2-Emissionen für den Transport von Material und die Produktion von Beton wurden reduziert